Montag, 29. April 2013

Lauren Oliver: Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie - Rezension

Inhalt: 
Sam hat alles was sie sich wünscht: drei enge Freundinnen, Beliebtheit und einen vermeintlich tollen Freund. Als Kent, ein Mitschüler und ehemaliger Freund von ihr, in der Valentinsnacht eine Party gibt lassen sie und ihre Freundinnen, Ally, Lindsay und Elody, es sich nicht nehmen sich auf der Party die Kante zu geben. Lindsay will die Mädchen betrunken nach Hause fahren, wobei es zum Unfall kommt, den Sam nicht überlebt. Allerdings muss sie feststellen, dass sie den Valentinstag immer wieder erlebt und versucht, dem Teufelskreis zu entkommen.



Das Buch ist sehr sehr lesenswert! Der Klappentext hatte mich nicht grade überzeugt, aber als ich dann angefangen habe zu lesen, musste ich feststellen, dass dieses Buch perfekt auf mich und meine Freundinnen zutrifft und total gut geschrieben ist. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, jungendlich und realitätsnah, sodass man sich sehr gut in Sam hineinversetzen kann. Zudem sorgt die Sichtweise dafür, dass man unbedingt wissen möchte, was Sam tun muss, um aus dem Teufelskreis auszubrechen. 
Ich finde auch das Cover, obwohl es so schlicht gehalten ist, ziemlich gut und ansprechend. Und Lauren Oliver schafft es toll, einem das Thema Tod näher zu bringen. 
Da der Klappentext nicht so ansprechend ist, bekommt dieses Buch 'nur' 9,5/10 Punkten von mir!

Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
Lauren Oliver
448 Seiten (Taschenbuch)
Carlsen
ISBN:  978-3551312006
8,99€

Siri Golldberg: Farnblütenträume - Rezension

Inhalt (Klappentext):
Heute soll es passieren! Paula hat alles minutiös geplant: die Fahrt mit Leo auf die Luxushütte ihres Vaters, das Mittsommerfest und selbst das Wetter zeigt sich gnädig. Doch dann fehlt die Sahne für die Erdbeeren und damit nimmt der Tag einen höchst turbulenten Verlauf. Denn der Almbursche Chris, der eigentlich Musiker ist, hat weitaus mehr zu bieten als das bisschen Schlagsahne. Ungewollt bringt er Paulas ausgeklügelten Lebensplan beträchtlich ins Wanken...




Farnblütenträume wird auf jeden Fall nicht jedem gefallen, musst ich schon gleich zu Beginn feststellen. Es ist schon fast ein klischeehaftes Buch - der Liebesroman für etwas jüngere Leserinnen. Wer sich darauf einlassen kann, bekommt durch den Erzählerwechsel (Paula und Chris) ein wenig Abwechslung geboten. Allerdings wirken außer Chris Charaktere ziemlich oberflächlich, was sich erst gegen Ende des Buches auflöst, das hätte besser gelingen können. Das Ende ist zwar auch ziemlich vorhersehbar, aber für mal für zwischendurch ist das Buch durchaus eine gute Lektüre. Und es für 0,89€ bei rebuy.de zu kaufen hat sich damit durchaus rentiert.
Farnblütenträume bekommt von mir 5/10 Punkten!

Farnblütenträume
Siri Goldberg
192 Seiten (Klappbroschur)
Thienemann Verlag
ISBN:  978-3522201476
9,95€ 

Freitag, 26. April 2013

Während ich schlief: Anna Sheehan - Rezension

Inhalt (Klappentext):

62 Jahre lag sie in einem künstlichen Schlaf - dann erwacht sie in einer fremden, rätselhaften Welt.
Rose Fitzroys Welt scheint perfekt: Ihrer Familie gehört das größte Firmenkonsortium der Welt, sie selbst genießt all den Luxus und Komfort, den Geld und gesellschaftliches Ansehen ihr zu geben vermögen. Zudem ist sie auch noch frisch verliebt. Doch dann versetzen ihre Eltern sie in einen künstlichen Schlaf - und niemand weckt sie auf. Erst 62 Jahre später holt ein völlig Fremder sie mit einem Kuss zurück ins Leben. Rose muss feststellen, dass nichts in ihrer Welt mehr so ist, wie es war: Ihre Eltern sind verschwunden, ihr Liebster unauffindbar, und an ihre Fersen heftet sich ein seltsames Wesen, das ihr offensichtlich Böses will.

                              deutsche Ausgabe:                                       Originalband: 
                  


"Eine leidenschaftliche Liebe, eine gefährliche Reise durch die Zeit und eine hinreißende Heldin - das fulminante Debüt einer jungen amerikanischen Autorin"

Cover:
Ich finde beide Cover so sensationell schön! Ich muss zugeben, dass ich mir das Buch hauptsächlich wegen des Covers gewünscht habe. Ich bin so froh, es in meinem Regal stehen zu haben. Das englische Cover ist zwar schlichter gehalten, jedoch sagt die Rose so viel über die Geschichte aus. Beide passen super!

Meine Meinung:

Ich muss ehrlich sein, ich messe alle Bücher die ich lesen an meinem Lieblingsbuch. Und dieses Buch hat es geschafft ganz nah daran zu kommen, ganz nah an "perfekt". Wie es so meine Art ist, fand' ich den Klappentext nicht so ansprechend, jedoch habe ich es mir gewünscht, mich heran gewagt und es hat sich so etwas von gelohnt! Es ist ein Roman mit einem großen Fantasy-Touch, was normalerweise gar nicht meins ist. Für mich ist ein Buch gut, wenn es wenigstens einen Funken der Realität entspricht. Diese Geschichte wirkt nicht real, es geht viel um Technik und sogar ein "Alien" kommt darin vor. An diesem Moment, in dem Otto (so heißt er) auftaucht, und das war relativ am Anfang, war ich verblüfft und um ehrlich zu sein, ich war nicht begeistert. Doch diese eine Millisekunde habe ich wieder schnell aus meinem Gedächtnis gestrichen, denn die Figuren waren so wundervoll charaktersiert, vor allem Rose. Auch ihr alter und liebster Freund Xavier. Beide waren mir auf Anhieb sympathisch. Die Flashbacks, die Anna Sheehan durch ihren tollen Schreibstil noch besser machte, als sie eigentlich waren, haben mich so sehr berührt. Ich konnte mir die beiden bildlich vorstellen, ein super süßes Paar. Als Rose in der Zukunft aufwacht versucht sie heraus zu finden, was mit ihren Eltern und Xavier passiert ist und ich hatte von Anfang an einen kleinen Verdacht, dieser legte sich schnell, denn die bestimmte Person kam lange nicht mehr vor. Doch als sie wieder im Mittelpunkt stand und herauskam was mit Xavier passiert ist, war es einfach "Wow". Ich hatte zwar einen Verdacht, habe ihn allerdings verloren und war geschockt als es aufgelöst wurde. So sollte es sein, so eine gute Stelle! Und das ist wirklich nicht die einzige! Dieser Roman sprudelt nur so vor guten Stellen und vor allem vor guten Figuren. Alle sympathisch, in jede konnte ich mich hineinversetzen. Ich bin selbst überrascht, dass mich dieses Buch so fasziniert. Fantasy war nie meine Welt, sie wird es auch nie werden, aber das Buch ist wahnsinnig gut und konnte mich 100%tig überzeugen.
Keine Kritikpunkte, alles toll. Ein Buch, dass auf jeden Fall weiter zu empfehlen ist!
Lest es, es lohnt sich!
"Während ich schlief" bekommt von mir sensationelle 10/10 Punkten!

Annas Kommentar zu diesem Buch:
Ich kann den positiven Punkten nur zustimmen, allerdings fand ich der ersten zwei, drei Kapitel recht langweilig sodass ich mich zwingen musste weiterzulesen. Daher würde ich eher 9/10 Punkten geben.

Während ich schlief
Anna Sheehan
350 Seiten
Goldmann
ISBN: 978-3-442-47565-0
12,00€

Sonntag, 21. April 2013

Hab acht auf meine Schritte: Mary Higgins Clark - Rezension

Inhalt (Klappentext):

Bei einem schrecklichen Unfall tötet die kleine Liza Barton aus Versehen ihre eigene Mutter. 24 Jahre später kehrt sie an den Ort des Geschehens zurück und erkennt langsam, dass hinter dem angeblichen Unfall von damals der perfide Plan eines Mörders steckte. Und plötzlich ist ihr eigenes Leben in Gefahr.



"...wieder ein Genuss!"

Meine Meinung:

Und es war mal wieder ein Genuss. Ich weiß nicht warum, aber die Bücher von Mary Higgins Clark faszinieren mich. Ich habe erst zwei ihrer Bücher gelesen, es stehen aber bestimmt noch 8 auf meiner Wunschliste! Dieses Buch ist so facettenreich und so gut geschrieben, dass ich mich frage, wie sie das eigentlich immer wieder hinkriegt. Es besteht aus einem Prolog und Epilog und 80 Kapiteln, die immer aus der Sicht einer anderen Person geschrieben sind. Hört sich jetzt vielleicht so an, als wäre es deshalb schwer dem Geschehen zu folgen. Ist es aber nicht, wirklich. Schon ab dem dritten Kapitel war war ich mitten in der Geschichte. Der Klappentext hatte mich schon überzeugt und ich hatte hohe Ansprüche an dieses Buch, die es aber locker gehalten hat. Vor allem der Schluss war einfach "Wow"! Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass es so ausgeht. Die Hauptfigur, Liza/ Celia (warum sie zwei Namen hat? Lest es!) ist wirklich gut charakterisiert. Ich kann jeden ihrer Schritte nachvollziehen und mich in sie hineinversetzen. Ebenfalls gelungen ist ihr Sohn Jack. Das Verhältnis der beiden wird so geschildert, wie es eigentlich immer zwischen Mutter und Kind sein sollte: vertraut, liebevoll, herzlich, einfach süß! Eigentlich habe ich an diesem Buch rein gar nichts auszusetzen. Doch als ich es durchgelesen hatte, habe ich den Originaltitel einmal bei Google eingeben und mir das eigentliche Cover angesehen:


Cover:

Ich muss sagen, dass erstens der Titel so viel besser passt und das Cover noch dazu. Schon auf der Hälfte des Buches habe ich mich gefragt, was diese Katzenpfote mit der Geschichte zutun hat. Nichts, das war mein Ergebnis. Der englische Titel passt zudem auch um Längen besser und auch der Deutsche passt eigentlich rein gar nicht. Das englische Cover ist jetzt nicht so auffällig, passt aber auch besser.


Alles in allem hat mir dieses Buch so wahnsinnig gut gefallen! Mary Higgins Clark ist wirklich "the Queen of Suspense", denn sie schickt ihre Leser immer wieder auf neue Fährten und konstruiert so ein überraschendes Ende! 
"Hab acht auf meine Schritte" bekommt von mir 9/10 Punkten!

Hab acht auf meine Schritte
Mary Higgins Clark
446 Seiten
Heyne Verlag
ISBN: 978-3-4530-1325-4
8,95€

Dienstag, 16. April 2013

Todesmarsch: Richard Bachman - Rezension

Inhalt (Klappentext):

Staatschef "Major" organisiert zur allgemeinen Belustigung einen Todesmarsch, einen Marathon auf Leben und Tod , an dem 100 Jugendliche teilnehmen. Nur einer kann siegen, und die Überlebenschancen stehen 1:100. Denn wer Schwäche zeigt, wird gnadenlos erschossen.


                       deutsche Version:                                                        Originalband:
                                            



"Du wirst dafür bezahlt, mich zu erschießen, aber nicht dafür, mich anzusehen." 
Seite 81


Cover:

Ich finde beide Cover sehr passend. Das englische Cover ist allerdings etwas härter und wirkt brutaler. Normalerweise würde ich sagen, dass dieser Eindruck das Cover eher schwächt, aber bei diesem Buch passt es um ehrlich zu sein noch etwas besser.

Meine Meinung:

Also erstmal zum Klappentext. Ich finde er klingt nicht besonders spannend, sodass ich mir das Buch sofort greifen würde, um es zu lesen. Und das Cover haut einen jetzt auch nicht wirklich um, aber die Tatsache, dass dieses Buch eines der ersten von Stephen King ist (ihr bemerkt, dass er sich früher noch anders genannt hat), macht das wieder wett. Normalerweise sprechen mich solche Themen auch überhaupt nicht an. Marathon, Soldaten, Gewehre, Tote. Keine Ahnung warum ich es lesen wollte, doch im Nachhinein hat es sich eigentlich gelohnt. Es war nicht das beste Buch, was ich je gelesen habe, aber es war spannend und interessant. Hauptsächlich geht es um Ray Garraty, ein 16 oder 17 jähriger Junge, der an diesem Marathon teilnimmt, warum weiß er allerdings selbst nicht. Und diese Frage stellt er sich ziemlich häufig im ganzen Buch verteilt, sodass er jedesmal neu darüber nachdenkt und man immer wieder neue Gründe erkennen kann. Während dieses Marsches lernt er weitere Jungs kennen, die aus den verschiedensten Gründen an dem Marathon teilnehmen. Ob man bei diesen Jungs und ihrem Verhalten gegenüber von Freundschaft sprechen kann, weiß ich nicht. Jedenfalls fällt schon von Anfang an auf, dass das Wort "gnadenlos" im Klappentext mehr als angebracht ist, denn es werden immer wieder Jungs erschossen, es wird detailliert beschrieben wie und besonders amüsant ist das nicht gerade. 
Ich muss allerdings sagen, dass mir dieses Buch erst ab der Hälfte (ungefähr) richtig gefallen hat. Davor wollte ich schon fast aufhören es zu lesen, obwohl ich sowas aus Prinzip nie mache, wenn ich etwas anfange will ich es auch zu Ende bringen. Erst ab der Hälfte wurde die Geschichte für mich richtig interessant. Spannend war es jedoch schon von Anfang an, das kann ich nicht leugnen. Alles in allem war dieses Buch eine gute Abwechslung zu den Bücher und Themen, die ich sonst so lese oder mit denen ich mich befasse. Trotzdem hat es mich nicht umgehauen!
"Todesmarsch" bekommt von mir 4/10 Punkten!

Da dieses Buch aus dem Jahr 1979 ist, weiß ich nicht ob die Daten alle noch aktuell sind, vor allem der Preis nicht, denn der wurde hier noch on DM angegeben:
Todesmarsch
Richard Bachman
316 Seiten
Pavillon
ISBN: 3-453-16422-9
(8,00 DM)

Freitag, 12. April 2013

Please don't hate me: A.S. King - Rezension

Inhalt (Klappentext):

Darf man Tote hassen?
Muss man verzeihen, um den anderen zu retten?
Wie viel Macht braucht die Wahrheit?
Vera hasst Charlie. Aus tiefstem Herzen. Obwohl er einmal ihr bester Freund war, für den sie alles getan hätte. Obwohl sie seine dunkelsten Geheimnisse kannte. Obwohl sie ihn so geliebt hat. Und doch ist sie die einzige, die weiß, was in der Nacht wirklich geschah. In der Nacht, in der Charlie starb...


                         deutsche Version:                                            Originalband:
                   


"Was würdest du tun, wenn du einen geliebten Menschen verlierst, nachdem er dich vor der ganzen Welt verraten hat? Würdest du ihn vermissen?"

Cover:

Zu dem Cover kann ich nur sagen, dass beide passend sind. Die Blätter und Äste auf dem deutschen Cover passen besser zum Inhalt. Trotzdem fällt das englische Cover durch die Farbe mehr auf und es gefällt mir auch mehr.


Meine Meinung:

Also erstmal muss ich sagen, dass dieses Buch ein ziemlich interessantes Thema beschreibt. Darf man jemanden hassen, der tot ist? Wie schnell ist das Leben wirklich vorbei? Und kann man vergessen oder nur verdrängen? Ich habe dieses Buch für gut gehalten, bin positiv ans Lesen gegangen, musste aber schon nach den ersten Seiten feststellen, dass ich keine Ahnung habe worum es eigentlich geht. (Für die, die es schon gelesen haben: Warum Gurkenscheiben auf einem BigMac? Warum?) Eigentlich geht es um Vera, die ihren besten Freund erst auf tragische Weise als Freund verliert und später als Menschen. Doch manche Passagen sind schlicht und ergreifend unlogisch für mich gewesen. Ich habe allerdings das Gefühl, das war gewollt, denn einige Passagen sind nicht nur aus der Sicht von Vera, ihrem Vater oder Charlie geschrieben, sondern auch aus der Sicht von "Padoga", ein Bauwerk oder Ähnliches. Was genau das war, weiß ich bis heute nicht. Zwischendurch hat mich aber am meisten enttäuscht, dass soviel drum herum geredet wurde. Ich wollte wissen, warum und wie Charlie starb, dies wurde jedoch erst ziemlich spät aufgelöst und die Teile dazwischen ergaben für mich keinen Sinn und auch keinen Zusammenhang. Es ist traurig, denn ich habe mir das Buch ausgeliehen und habe mich so gefreut es zu lesen. Vor allem der Schreibstil war komisch, ja wirklich komisch. Die Autorin schreibt sehr eigenwillig, ganz anders als alles, was ich bis jetzt gelesen habe. Ich muss ehrlich sagen, dass mir das nicht gefallen hat. Macht euch am besten selbst ein Bild davon. Ich bin gespannt auf eure Meinungen!
"Please don't hate me" ist einfach viel zu lang geworden, weshalb es zeitweise auch wirklich langweilig wird. Trotzdem gefällt mir das Thema und die Idee hinter dem Buch, obwohl ich nicht finde, dass das Ende ein wirkliches Ende ist. Irgendetwas fehlt mir, es bleibt etwas offen und das gefällt mir nicht. Für mich hätte dieses Buch einen richtigen Abschluss gebraucht, den es leider nicht hat. Schade.
"Please don't hate me" bekommt von mir leider nur 3/10 Punkten!

Please don't hate me
A.S. King
392 Seiten
Arena
ISBN: 978-3-401-06644-8
16,99€

Donnerstag, 11. April 2013

Fame Junkies: Morton Rhue - Rezension

Inhalt (Klappentext):

Was ist, wenn ich dir sage, dass ich mal berühmt war? Dass ich auf der Straße erkannt wurde? Dass ich zu Talkshows eingeladen wurde? Dass mir eine Zeit lang auf Schritt und Tritt die Paparazzi folgten? Dass sich alles nur um mich drehte - mich - mich - mich.
Kannst du dir das vorstellen?
Klar kannst du das.

Bloß hat das, was du dir vorstellst, leider überhaupt nichts mit der Realität zutun.


"Eine Geschichte vom Reiz des Ruhmes"

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Ich habe mir dieses Buch von einer Freundin mit den Worten "Das ist mein zweites Lieblingsbuch von meinem Lieblingsautor!" ausgeliehen. Der Klappentext hat mich nicht wirklich überzeugt, trotzdem habe ich es gelesen und musste meine Meinung schnell ändern. Die Geschichte und die Personen nicht zwar frei erfunden, trotzdem klingt alles sehr realistisch und logisch. Der Schreibstil ist sehr angenehm, denn das gesamte Buch lässt sich flüssig lesen. Ich habe vorher keine Bücher von Morton Rhue gelesen, werde aber jetzt mal schauen, was er sonst noch für Bücher geschrieben hat und mir welche raussuchen, um sie zu lesen. Denn dieses Buch fesselt einen irgendwie, deswegen habe ich es auch relativ schnell durchgelesen.
Es ist in Tagebuchnotizen, E-Mails, Zeugenaussagen, Zeitungsausschnitte und Briefe eines Stalkers eingeteilt. Trotz der häufigen Ort-und Zeitenwechsel konnte ich dem Inhalt gut folgen und hatte keine Verständnisprobleme. Die Charaktere haben mir ebenfalls gut gefallen, besonders Avy, der beste Freund der Hauptfigur Jamie. Er hat krampfhaft versucht seine Träume zu verwirklichen, auch wenn seine Eltern ihn daran gehindert haben. Er war so entschlossen, dass es ihm zum Verhängnis wurde. Und das ist genau das, was mich fasziniert. Rhue hat diese Figur ohne Klischees charakterisiert. Es ist eben nun mal so, dass nicht alles klappen kann, nicht jeder seine Träume erfüllen kann. Dieses Buch soll zeigen, dass alles ganz schnell ganz anders ausgehen kann, als man es geplant hat und bei Avy kommt das besonders gut zur Geltung. Trotzdem hat mir irgendetwas gefehlt, irgendetwas was den Funken überspringen lässt. Das Buch war gut, hat mich aber nicht "Wow" schreien lassen.
Deshalb bekommt "Fame Junkies" von mir 6/10 Punkten!

Fame Junkies
Morton Rhue
320 Seiten
Ravensburger Buchverlag
ISBN: 978-3-473-58377-5
14,95€